Wie ich getroffen wurde

25 November 2013

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Manche Menschen lieben Krieg. Für die meisten anderen ist es eine Krankheit, mit der es sich schwer lebt.

Eltern tun sich schwer. Sie müssen ihre Kinder beschützen und gleichzeitig Stärke zeigen wenn Schulen geschlossen werden, Essen knapp wird und Wasser holen bedeuten kann, von einem Scharfschützen getroffen zu werden.

Eine oft wiederholte Sorge von Eltern ist, dass es niemanden gibt der sich um ihre Kinder kümmert, sollten sie getötet werden. Manche Waisen fallen in das Sicherheitsnetz einer großen Familie, während der Verlust des Vaters für viele andere bedeuten kann, dass die Mutter für den Rest ihres Lebens am Straßenrand bettelt, während die Kinder in alle Richtungen als Prostituierte, Bettler und Diebe, und in seltenen Fällen Selbstmordattentäter, verweht werden.

Ein syrischer Rebel mit einer Kamera hat mich in der Türkei besucht und ein Video von einem Jungen mitgebracht, der am Kopf von Schrapnel getroffen wurde.

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Der Junge hat Geschichten gehört, von dem was passiert ist. In diesem Krieg, der vielleicht der am besten dokumentierte ist, wurde der Moment auf Video eingefangen.

Und in einem Versuch, dem Jungen zu  helfen über seine Verletzung hinwegzukommen, hat sich seine Familie entschieden, ihm das Video zu zeigen.

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Am Anfang hat eine Frau seine Augen während der blutigsten Momente bedeckt.

Der syrische Informant, der mir die Bilder zeigte, schrieb auch eine Zusammenfassung auf Arabisch, die von einem anderen Syrer, der Englisch mit einem amerikanischen Akzent spricht, übersetzt wurde:

“Ibrahim wurde im Januar 2013 von Schrapnel getroffen, als er in der Nähe seines Hauses im syrischen Idleb spielte. Seine Verletzung war schlimm. Seine Wunde wurde genäht, obwohl medizinische Güter in der Gegend knapp sind. Nach einer Weile sah der Junge ein Video, das zeigt wie er getroffen und dann gerettet wurde. Er erinnert sich nur an seine Angst und den Schmerz, der ihn zum Weinen gebracht hat. Es war für ihn wie ein Traum, von dem er nicht aufwachen konnte. Wann auch immer er das Video sieht, erinnert er sich daran, dass es Leute gibt, die alle Verletzten retten. Das hat ihn ermutigt, in seinem Dorf zu bleiben und mit seinen Freunden an dem Ort zu spielen, an dem er getroffen wurde, ohne psychologische Auswirkungen bezüglich des Ortes oder der Zeit.“

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Ibrahim gehört zu denen, die Glück hatten. Bis jetzt.

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