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Alex Hortons letzte Blog-Beiträge über seine Einheit in Baquba im März 2007 waren für mich ein vertrautes Gebiet. Ein Absatz stach ganz besonders hervor:
An dem Tag, als wir nach Baquba kamen und bereits ein Stryker durch einen Sprengsatz zerstört worden war, befand ich mich auf einem Häuserdach und konnte aus der Vogelperspektive alles beobachten, was sich um mich herum ereignete. Raketen und Leuchtspurmunition flogen über mich hinweg, und die Gebäude begannen in Brand zu geraten. Ich blickte mit zugeschnürter Kehle auf das Gemetzel unter mir und wiederholte ständig in meinem Kopf, wie sollen wir hier rauskommen? Wie sollen wir hier rauskommen? Ich wußte noch nicht einmal, daß mein Freund tot war.
Es war in Baquba im Februar 2005, als ich zum ersten Mal über den Bürgerkrieg im Irak schrieb, obwohl das etwas war, daß bis zum Sommer 2006 nicht viel Aufmerksamkeit erzielte, und selbst dann bestand die Aufmerksamkeit meist aus Bezweifeln oder Abstreiten. Daß der offensichtliche Bürgerkrieg ignoriert wurde, führte gemeinsam mit dem Umstand, daß die offensichtlichen Aufstandsbewegungen bis zurück ins Jahr 2003 ignoriert worden waren, zu einer unüberschaubaren Zahl irakischer Toter und zu weit mehr Toten unter den Koalitionstruppen, als je hätten erlitten werden müssen. Rückblickend ist es schwer zu verstehen, wie irgendjemand 2005 den anschwellenden Bürgerkrieg übersehen konnte.

„Army of Dude“ kam im März 2007 in Baquba an und schrieb über einen Ort, über den ich später berichten sollte, als sein Geschick eine dramatische Wende erfuhr . Das berechtigte Staunen, das in diese Depeschen aus Baqubaeinfloß, kann und soll die Tatsache nicht verschleiern, daß Alex Horton und seine Freunde gemeinsam mit zahlreichen Irakern mit ihrem eigenen Blut, ihren Knochen und ihrem ramponierten Seelenleben für den gewaltigen ideologischen Graben zahlen mußten, der die politischen Lager in den USA trennte und jede Hoffnung auf Fortschritt in Richtung eines Friedens im Irak unterminierte. Baquba mußte kein derartiges Durcheinander werden und es hätte nicht zugelassen werden dürfen, insbesondere nachdem Einheiten wie die Erste Infanteriedivision so viele Fortschritte in den Jahren 2004 und 2005 erzielt hatten. Aber der Umstand, daß dieses Durcheinander unnötig war, kann und soll nicht von den Verdiensten derer ablenken, deren Anstrengungen jetzt den Weg für jene Art von Fortschritt bereiten, der dauerhaftem Frieden und Stabilität näherbringt.

Ich weiß nicht, ob Alex eine meiner Depeschen aus Baquba aus den Tagen vor und nach der Operation Arrowhead Ripper gelesen hat, aber es ist interessant, daß der Erst- und der Zweitplazierte in der Abstimmung über das beste Militär-Blog bei den 2007 Weblog Awards so viel ihrer Arbeit an einem Ort verrichteten, von dem nur sehr wenige gehört haben: Baquba. Alex Horton und seine Freunde freut es vielleicht zu wissen, daß Baquba so weit von Al Qaida befreit ist, daß seine Bewohner sich jetzt ernsthaft an den Wiederaufbau ihrer Stadt machen können. Ich bin froh, daß ich die Gelegenheit hatte, einige von Alex Hortons Geschichten aus Baquba zu lesen, und er und seiner Freunde sind echte Soldaten, die diese Worte und den Dank aller Amerikaner und Iraker verdient haben.
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